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Aktuelle Daten zur archäologischen Fundstätte

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Cenobio de Valerón

Gemäß dem Königlichen Dekret RD 2.756/78 de 14 de Octubre wurde der Cenobio de Valerón zum historisch-künstlerischen Denkmal (Monumento Histórico-Artístico) ernannt. Nach dem derzeit geltenden Gesetz zum spanischen historischen Kulturerbe Ley 16/85 de 25 Junio de Patrimonio Histórico Español werden alle historisch-künstlerischen Denkmäler zu Gütern kulturellen Interesses (Bienes de Interés Cultural) verschiedener Kategorien. Der Cenobio de Valerón fällt in die Kategorie archäologisches Gebiet (Zona Arqueológica). Auf Grund dieser gesetzlichen Regelung gilt die Fundstätte als geschütztes Gebiet.
Der Eigentumsanspruch sowie die Zuständigkeit für die archäologische Enklave obliegt der Gemeindeverwaltung von Santa María de Guía, gemäß den Eintragungen im Bestandsverzeichnis für Grundeigentum der Gemeinde (Inventario Municipal de Bienes Inmuebles) und dem Katasterverzeichnis städtischer Güter (Catastro de Bienes de Naturaleza Urbana).
Die archäologische Fundstätte des Cenobio de Valerón ist neben der Cueva Pintada von Gáldar als das emblematischste prähispanische Denkmal Gran Canarias anzusehen. Daher wurde eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die zum derzeitigen Stand der Fundstätte beitrugen.


1940


Cenobio de Valerón

In der ersten Hälfte der 1940er Jahre sorgte der damalige Leiter für die Ausgrabungen der spanischen Provinz von Las Palmas, Sebastián Jiménez Sánchez für die Säuberung und Herrichtung des Cenobio. Diese bestanden vor allem in der Räumung der weiter innen gelegenen Silos und Höhlen, die voller Erde und Schutt waren. Dadurch kamen sogar neue Aushöhlungen zutage, die zuvor nicht sichtbar gewesen waren.


1970



Zwischen 1972 und 1973 wurde die Fundstätte für Besucher hergerichtet. Aus dieser Zeit stammen auch die heute noch vorhandene Treppe mit 190 Stufen, die Aussichtspunkte mit Steinbänken sowie die Plattform im oberen Bereich vor der Höhlenanlage, die die Betrachtung des Komplexes ermöglicht.

Cenobio de ValerónIm Zuge dieser Aufbereitung wurde außerdem das gesamte archäologische Füllmaterial im Inneren der Silos und Höhlen entfernt. Dieser Schutt wurde später zum Auffüllen der Treppe verwendet. Diese Arbeiten, die eigentlich der Aufwertung und dem Schutz der Fundstätte dienen sollten, erwiesen sich jedoch schließlich als die größte archäologische Zerstörung der Enklave, da nicht nur das archäologische Füllmaterial der Höhlen, sondern auch durch die Anlage der Treppe der ursprüngliche, von den Ureinwohnern in den Fels gegrabene Weg entfernt wurde.

Zudem wurde durch die Öffnung zur Besichtung und der fehlenden Eingrenzung des archäologischen Gebiets, das die Besucher zum Umherstreifen in den Höhlen auf allen Ebenen der Anlage einlud, die Erosion beschleunigt, die teilweise den Verlust von Felsmaterial zur Folge hatte.


1986


Cenobio de ValerónDas Ministerium für Kultur und Sport der Kanarischen Landesregierung begann mit der Restaurierung der Anlage und der Einrichtung der geeigneten Infrastruktur für deren Besuch. Die Arbeiten umfassten die teilweise Renovierung des Geländers, die Installation eines Bewässerungsnetzes, der Einbau einer Metalltür am Büro des Wärters, die Auffüllung des Felsmaterials, das Aufstellen eines Hinweisschildes und das Streichen aller Metallelemente. Um der weiteren Zerstörung des Felses durch das Betreten der Besucher vorzubeugen, wurde der Zugang zu den Höhlen verboten und diese durch Zementpfosten und Seile abgesperrt. Seither ist die Anlage nur von der am oberen Treppenende gelegenen Plattform aus zu besichtigen.

Gegen Ende der 80er bzw. Beginn der 90er Jahre wurden an einigen Stellen Flecken festgestellt, die zum einen auf Feuchtigkeit und zum anderen auf Mikroorganismen zurückzuführen sind und wahrscheinlich schon früher vorhanden waren. Jedoch wurden weder Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der Flecken zu stoppen, noch deren Ausbreitung verfolgt. Die Feuchtigkeit verursacht im Fels die Zersetzung des Gesteins und die Auflösung in Sand. In diesem Zusammenhang ist auch auf die in den 1970er Jahren wachsende Urbanisierung hinzuweisen, die oberhalb des Cenobio, in einem Viertel, Gallego de Atrás genannt, stattfand, und das bis dato über keine ausreichenden sanitären Einrichtungen verfügte (Häuser mit Sickergruben).


1994 - 1998


1994 erhielt der Archäologe Valentín Barroso Cruz von der Inselverwaltung Gran Canarias den Auftrag, eine Einteilung des Cenobio in Sektoren vorzunehmen, zwecks anschließender geologischer Studie von Gesteinsproben, die von dem Unternehmen Cotas Internacional durchgeführt wurde.

1998 wurde Arqueocanaria S.L. von der Inselverwaltung Gran Canarias mit dem Projekt “Vollständige Sanierung des archäologischen Gebiets des Cenobio de Valerón” beauftragt. Ziel des Projekts war, den Erhalt der archäologischen Werte der Fundstätte mit der kulturellen und didaktischen Nutzung derselben zu vereinbaren.


2005 - 2006


Zwischen 2005 und 2006 wurde eine Reihe von Maßnahmen zur Sanierung der archäologischen Fundstätte getroffen. Die Sanierungsarbeiten gehen auf das Projekt zur teilweisen Herrichtung des archäologischen Gebiets des Cenobio de Valerón zurück, welches vom Verband der Gemeindeverwaltungen des Nordens Gran Canarias beantragt und dem Unternehmen Arqueocanaria S.L. in Auftrag gegeben wurde. Bei diesem Projekt handelte es sich im Wesentlichen um die Sanierung des der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichs und die infrastrukturelle Ausstattung desselben im Hinblick auf die Wiedereröffnung für Besucher.

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2007


Seit Februar 2007 ist der Cenobio de Valerón wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

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